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St. Maria Königin in Wiedenest

Mehr Infos finden sie, wenn sie auf das Bild der Kirche oben auf der Seite klicken.

Die Bauform

Egal von welcher Seite man sich der 1957 erbauten Kirche nähert, man sieht eine markante Pyramide, die sich aus ihrem Umfeld deutlicht abhebt. Es soll hier aber nicht an die ägyptischen Pyramiden angeknüpft werden. Es ist das Zelt Gottes unter den Menschen gemeint, wie es in der Offenbarung des Johannes beschrieben wird: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein.“

Die Beschreibung des neuen Jerusalems,die Johannes hier gibt, wird dann noch konkreter: „Die Stadt war viereckig angelegt und ebenso breit wie lang.“ Diese Grundfläche nimmt Architekt Schilling auch auf. Das Gotteshaus als Abbild des himmlischen Jerusalems steht in unserem täglichen Leben als sichtbares Zeichen.

Auffällig sind die Y-Pfeiler, die das Pyramidendach tragen. Es handelt sich dabei im christlichen Kontext um das „Gabelkreuz“. Es entspricht einem stilisierten Lebensbaum. Diese Kreuzform entwickelte sich in den ersten christlichen Jahrhunderten. Das Kreuz als Lebensbaum darzustellen, entspricht der österlichen Grundlage des Glaubens.

Die Taufkapelle

Beim Betreten der Kirche gelangt man zunächst in die Taufkapelle. Die Anordnung der der Taufkapelle vor den eigentlichen Kirchenraum ist wiederum symbolhaft. Durch die Taufe wird der Mensch eingegliedert in die Gemeinschaft der Kirche und wird Mitglied der sich hier konkret versammelnden Gemeinde. Im Mittelpunkt der Taufkapelle steht der Taufstein, den der Kölner Künstler Toni Zenz geschaffen hat. Der Künstler kombiniert Weihwasserbecken und Taufbrunnen.
Diese sinnvolle Kombination soll ausdrücken, dass die Taufe das grundlegendste Sakrament der Christenheit ist. Wenn man beim Betreten der Kirche Weihwasser nimmt, um das Kreuzzeichen zu machen, erinnern wir uns dann ja an die eigene Taufe.

Die Darstellungen auf dem aus Muschelkalk hergestellten Taufbrunnen zeigen die Erschaffung Evas aus der Rippe des Adam, die Taufe Jesu im Jordan und die Kreuzigung mit dem Lanzenstoß in Jesu Seite.

Die Fenster in diesem Bereich unterscheiden sich in der Farbgebung deutlich von denen der übrigen Kirche. Sie sind jüngeren Datums und wurden erst nach einem Umbau des Eingangsbereiches eingesetzt. Neben der Tür sieht man eine Kombination von Feuer- und Wolkensäule. Sie erinnert an die Wüstenwanderung des Volkes Israel. Gott zeigte seine Gegenwart am Tag in der Wolkensäule, in der Nacht durch die Feuersäule. Das Fenster will uns heute sagen: Ach wenn wir nach dem Besuch der Kirche wieder hinausgehen, begleitet Gott uns in der Welt.

Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man eine Taube, von der aus strahlenförmig Linien ausgehen. Ein Symbol für den Heiligen Geist, der in der Taufe geschenkt wird, und zugleich auf das Sakrament der Firmung hinweist, dass durch die rötlichen Farbtöne unterstrichen wird. Der Fisch im unteren Teil des Fensters steht für Christus. Das Fischsymbol war in den ersten Jahrhunderten das Geheimzeichen der Christen. Das griechische Wort für Fisch drückt dabei das kurze Glaubensbekenntnis aus: Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser.

Der Kirchenraum

Heute betritt man den eigentlichen Kirchenraum durch eine Glastür, ursprünglich war es eine Holztür, die erst beim öffnen den Blick ins „Heilige“ freigab. An den Griffen sind aber heute, wie damals die Figuren der vier Evangelisten. Die Bronzeplastiken schuf der Kölner Künstler Egino Weinert, der mit weiteren Werken im Kirchenraum z. B. der Tabernakel und der liturgischen Ausstattung in der Kirche vertreten ist. Weinert, geboren 1920, ist heute im In- und Ausland durch seinen unverwechselbaren Stil bekannt, selbst für den Vatikan fertigte er Kunstwerke an.

Beim Betreten der Kirche fällt der Blick auf die Altarinsel. Der Hauptaltar, wie auch die Nebenaltäre wurden aus Schweizer Dolomitstein gefertigt. Der Hauptaltar wurde bei der Renovierung Ende der 70er Jahre verkleinert und umgesetzt, um der Liturgiereform des II. Vatikanums Rechnung zu tragen. Ebenso wurde der Tabernakel vom Altar weg, auf die Seite gesetzt. Im Altar befinden sich Reliquien der Heiligen Märtyrerin Ursulas und Gefährtinnen, sowie des Heiligen Märtyrers Gereon und Gefährten. Über dem Altar hängt das Altarkreuz, das auch Toni Zenz für diese Kirche aus Eichenholz schuf. Deutlich ist die Orientierung am Kölner Gero-Kreuz festzustellen. Der Künstler will weniger den leidenden Christus zeigen als vielmehr den zur Auferstehung gelangenden, triumphierenden Herrn.

Neben dem Hauptaltar steht der Tabernakel. Er wurde 1962 von E. Weinert geschaffen. Auf vier, von Elfenbeinstreifen eingefassten Emaillebildern stellt der Künstler auf der heutigen Vorderseite das Letzte Abendmahl dar, auf den Seiten sieht man einmal die Begegnung des ungläubigen Thomas und auf der anderen Seite Jesus wandelt auf dem See und rettet den untergehenden Petrus. Auf der Rückseite ist die Hochzeit zu Kana gezeigt. Weinert arbeitete auch die 14 Stationen des Kreuzweges, die Ewiglichtampel, alle Kerzenständer und die Sakristeiglocke.

Auf den Seitenaltären stehen die Marienfigur, eine Holzschnitzarbeit aus Lindenholz, die in Köln erworben wurde, und die Herz-Jesu-Figur, die 1963 der Gummersbacher Künstler Odilon De Smedt aus Eichenholz geschaffen hat.

Die Fenster mit ihren Bedeutungen

Wir beginnen die Betrachtung vorne rechts neben dem Sakristeiflügel:

Fenster 1:
Ganz groß und auffällig ist die Abbildung des Pfaus. Die Schönheit des Vogels und seine Lebenssymbolik haben ihn schon in früher Zeit zum Sinnbild für paradiesische Fülle werden lassen.

Dem Pfau gegenübergestellt finden wir eine Distel. Sie steht für den Verlust des Paradieses für den Menschen. Er muss mit harter Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Ebenso finden sich im Fenster Darstellung von Sonne und Mond, sowie den Mondphasen als Zeichen für die Zeit. Die Farben grün und braun stehen für die Erschaffung der Welt.

Zu diesem Schöpfungsfenster gehören hier auch die beiden Fensterchen in den Gabelkreuzen rechts und links daneben. Links sehen wir die Scheidung von Tag und Nacht, dargestellt durch helle und dunkle Glasscheiben. Rechts ist die Sonne nachmals dargestellt die mit ihren Strahlen in Richtung des Pfaus weist, zugleich aber die Verbindung zum zweiten Fenster schafft. Die Sonne ist etwas verdunkelt dargestellt, als Symbol der „Zwischenzeit“ von erster und „neuer“ Schöpfung in Christus.

Fenster 2:
Das sich hier anschließende Fenster der „neuen“ Schöpfung ist nicht nur durch die Sonnendarstellung verbunden, sondern auch durch die durchgehenden fließenden Linien. Hier geht es um die Neuschöpfung des Lebens durch Tod und Auferstehung Jesu Christi.

Das Kreuz, umgeben von grünen Ranken, zeigt an: Jesus Christus ist auferstanden.

Unter dem Kreuz ist der Totenschädel abgebildet. Er verweist einmal auf den Ort der Kreuzigung: Golgotha = Schädelhöhe, zum anderen auch auf Adam, den ersten Menschen, der das Paradies verlassen musste, weil er den Bund mit Gott gebrochen hatte.

Im Neuen Bund ist die Welt durch Christus mit Gott versöhnt. In der Grabeskirche in Jerusalem wird unter dem Felsen, auf dem das Kreuz Christi stand, den Gläubigen die Adamskapelle mit dem Grab Adams gezeigt und so die Bibelstelle „Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht“ (1 Kor 15,22) verdeutlicht. Die Distel des ersten Fensters ist hier zur Siegespalme um das Kreuz geworden. Neben dem Kreuz sind zwölf Flammen dargestellt. Sie stehen für die Geistsendung auf die zwölf Apostel. Die Farben dieses Fensters sind durchweg helle Töne. Darin soll der Osterjubel verstärkt dargestellt werden

. Fenster 3:
Die Abbildung dieses Fensters ist auf den ersten Blick ungewöhnlich für ein Kirchenfenster: Die Schlange. Sie steht für die Sünde in der Welt. Die dunkle Farbgebung dominiert hier auch im Gegensatz zu den vorherigen Fenstern.

Jedoch wird die Disharmonie des Motivs durch zwei weitere Deutungen des Fensters abgemildert. Im Alten Testament lesen wir ja im Buch Numeri 21, 4-9: „Und die Israeliten brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starben viele aus Israel. Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bete zum Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk. Und der Herr sprach zu Mose: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Signalstange auf. Und jeder der gebissen wird und zu der Schlange aufblickt wird am leben bleiben.“ Die Bronzeschlange des Moses ist ein Vorausbild für den am Kreuz erhöhten Herrn Jesus Christus. Wer auf ihn baut hat ewiges Leben. Zugleich ist hier noch ein versteckter Hinweis auf das Patronat der Kirche gegeben. Maria, die Mutter Jesu, wird gesehen als die Frau, die der Schlange der Sünde den Kopf zertreten hat.

Fenster 4:
Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Kelch dargestellt, der von einer Hand umfasst wird. Zudem werden Hand und Kelch von einem gelben Schein umrahmt. Der Kelch ist in die Richtung der „Ausgießung des Scheins“ geöffnet. Der Neue Bund, der von Jesus im Letzten Abendmahl gestiftet wurde, ist hier dargestellt. Es geht um das Leben in Fülle durch Tod und Auferstehung des Herrn.

Wiederum ist eine zweite Deutung möglich, auf das Patronat der Kirche bezogen. Die Lauretanische Litanei (vgl. Gotteslob 769) verleiht Maria die Anrede: „Du Kelch des Geistes“. Für den Heiligen Geist ist seit jeher die Hand ein Symbol gewesen. Der gelbe Schein, der Kelch und Hand umflutet, steht für die Gnade Gottes: „Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade“. Maria wurde Mutter Christi und unsere Königin.

Fenster 5:
Rechts finden wir die Abbildung der Taube, einem anderen Symbol für den Heiligen Geist. Links daneben stehen Alpha A und Omega, der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabetes, so wie wir es auch von der Osterkerze her kennen. Sie stehen für Christus, der gestern und heute ist, der Anfang und Ende ist, der das Alpha und das Omega ist. Im rechten oberen Eck sieht man ein stilisiertes „Auge Gottes“. Es steht für Gottvater. Von diesem Auge gehen zwei Linien zur rechten unteren Ecke. Sie werden genau in der Mitte durch eine Linie von oben links nach unten rechts gekreuzt. Der Kreuzungspunkt liegt genau zwischen den beiden Buchstaben. Mit den Worten des Liedes im Gotteslob 297 lässt sich dies so beschreiben: „Gott liebt diese Welt. Ihre Dunkelheiten hat er selbst erhellt. Im Zenit der Zeiten kam sein Sohn zur Welt.“ Die Farben dieses Dreifaltigkeitsfensters sind daher hell gehalten.

Fenster 6 und 7:
Beide Fenster müssen im Zusammenhang gesehen werden. Im sechsten Fenster sieht man einen kleinen Fisch. Dagegen ist im siebten Fenster ein großer Fisch zu sehen. Beide bewegen sich im Meer der Welt bzw. im Meer der Zeit. Dominierend sind hier blaugrüne Töne sowie Wassertropfen aus klaren Strukturscheiben. Für die Welt steht hier der große Kreis im sechsten Fenster. Ein kleinerer Kreis stellt den Mond dar. Die einzelnen Farbscheiben weisen auf Wasser, Land und Luft hin. Von hier erwächst ein Spinnrocken. Er ist allgemein ein Symbol für aktives christliches Leben. Die übrigen Linien durchkreuzen die Fenster und bilden so ein Netz. Was hier ausgedrückt werden soll, ist der Auftrag Jesu an seine Jünger und die ganze Kirche: Werdet zu Menschenfischern. Werdet zu aktiven Christen, die für Christus und den Glauben an ihn eintreten. Aus der kleinen Gemeinde (kleiner Fisch) ist so ein weltweiter Glaube geworden (großer Fisch). Das Menschenfischer sein in der Nachfolge Christi ist keine leichte Aufgabe. Dafür steht hier wiederum die Distel.

Der Künstler der Fenster ist Eduard Horst aus Bad Honnef. Ausgeführt wurde die ursprüngliche Bleiverglasung (Ende der 70er Jahre wurde die Doppelverglasung eingebaut) von der Firma Wilhelm Brand aus Wuppertal-Elberfeld.


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