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Dh. Radwallfahrt der Kolpingsfamilie nach Maria Laach

Radwallfahrt von Dieringhausen zur Abtei Maria Laach
vom 22. 05. - 25.05.2018

In den Vorjahren machte die Kolpingfamilie Dieringhausen Radwallfahrten Nach Kevelaer und Schönstatt. Für 2018 wurde ein neues Ziel gesucht. In der zweiten Hälfte 2017 wurde erstmalig Maria Laach ins Auge gefasst. Der Knackpunkt, insbesondere für ältere Teilnehmer, waren die über 400 Meter Höhenunterschied vom Rhein in die Eifel. Nach einigen Recherchen wurde eine Lösung gefunden, wie man diese Differenz ohne allzu große, schweißtreibende Anstrengung überwinden konnte. Die Brohltal-Eisenbahn, auch als „Vulkan-Express" bekannt, kam als Lösung ins Gespräch. So wurde dann mit Jugendherbergen und anderen Einrichtungen telefoniert, um Unterkünfte zu sichern. Auch eine Platzreservierung für den VulkanExpress war erforderlich.
Mittlerweile hatten sich 14 Personen angemeldet, um mit Kaplan Niccolo Galetti diese Radwallfahrt zu meistern.
So ging es dann am 22. Mai um 09.30 Uhr ab dem Bahnhof Dieringhausen zunächst mit dem Zug bis nach Overath. Vorher wurde das Gepäck in den altehrwürdigen VW-Bus (Oldtimer) von Achim Fikus verladen, der uns auch unterwegs, wie in all den Jahren zuvor, als Verpflegungsstation dienen sollte.
Ab Overath radelten wir dann Richtung Jugendherberge Bonn-Venusberg. Auf dieser Etappe war uns der Wettergott nicht so hold. So kam uns in Wahlscheid die Bartholomäus Kapelle und Diakon Ralf Schwenk wie gerufen. Dort fanden wir Schutz vor dem ersten großen Schauer. Kurz entschlossen endschied sich Kaplan Galetti, dort auch die erste Messe zu feiern.
Begleitet von mehreren Schauern erreichten wir am Spätnachmittag die auf dem Venusberg gelegene Jugendherberge. Dort saßen wir nach dem Abendessen noch gemütlich beisammen.
Einige von uns verbrachten die Zeit auch mit Rommee spielen. Wer gewinnt? BK!
Die nächste Etappe führte uns dann am Rhein entlang bis zur Ahrmündung. Von dort folgten wir dem Lauf der Ahr aufwärts bis Ahrweiler, wo wir Unterkunft im schönen Jugendgästehaus fanden. Vor dem Abendessen feierten wir eine weitere Hl. Messe in der wunderschönen St. Anna Kapelle im Stadtteil Bachem. Zwischenzeitlich hatte sich noch Kaplan Antanas Karciauskas für einen kurzen Besuch bei uns angesagt. Gemeinsam machten wir dann einen Besuch in der wunderschönen Altstadt von Ahrweiler. Den Tag beendeten wir in der Weinlaube vom Weingut Coels.
Über den verlegten Autoschlüssel von unserem treuen VW-Bus und dessen Folgen berichten die Beteiligten lieber selbst, oder??
Am nächsten Morgen ging es dann nach dem guten Frühstück, zusammen mit Caro, weiter ohne Caro bis nach Brohl-Lützing. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um eine Erfrischung zu uns zu nehmen, bevor dann nach dem Verladen der Räder, der Vulkan-Express Richtung Engeln mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit startete. In einem der Waggons waren Plätze für die „Kolpingfamilie der Kath. Kirchengemeinde" reserviert. Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Bahnhof von Engeln. Weiter ging es mit den Rädern zur „Freizeit- sport und Bildungsstätte Brohltal". Dort waren zwei NUR-Dach Häuser für uns reserviert. Was wir nicht wussten, es gab nur Matratzenlager. Keine Decken, Bettwäsche oder Kissen. Was tun? Improvisieren. Unser treuer Achim machte sich mit Helfern auf nach Mayen. Einkaufen mussten wir sowieso, da Selbstverpflegung angesagt war. In der Zwischenzeit hatten zwei tatkräftige Damen (Simone + Christine) halbe Wälder herbeigeschafft und Tische aus dem Gemeinschaftsraum hergeschleppt. Gemeinsam haben wir dann ein Feuer unter einem Schwenkgrill entfacht. Dann kamen unsere Einkäufer aus Mayen zurück. Sie hatten neben Grillgut, Brot, Gurken auch noch für jeden eine Fleecedecke für die Nacht erstanden. Nach dem gemeinsamen Grillen haben wir noch lange an dem schönen Lagerfeuer gesessen Getränke waren auch reichlich vorhanden. Spät ging es zum Matratzenhorchdienst.
Um 08.30 Uhr am letzten Tag nahmen wir unser Frühstück bei der Bäckerei Schmitz in Weibern ein. Wir wurden von einer super netten Verkäuferin mit Teilchen und belegten Brötchen verwöhnt. Dann hieß es, alle Kräfte zu mobilisieren. Galt es doch, neben mehreren Steigungen auch den Anstieg zum „Gänsehals"(575m) zu meistern, bevor dann die Abfahrt zur Abtei „Maria Laach" begann.
In der Abteikirche haben wir zusammen mit den Mönchen gebetet. Danach war noch Freizeit angesagt bevor wir in der St. Johannes Kapelle mit Kaplan Galetti den Dank- und Abschlussgottesdienst feierten.
In weiteren 2 Stunden ging es dann bergab zum Bahnhof nach Weißenthurm. Mit der RB 26 und ab Köln mit der RB 25 fuhren wir zurück nach Dieringhausen, wo wir um 20.30 Uhr eintrafen.
Es war dieses Mal alles etwas anders. Besonders in der Hocheifel fühlte man sich im Matratzenlager und Lagerfeuer in die Jugendzeit versetzt.
Hans-Gerd Klein

Dieringhausen, 27. Mai 2018

 

30. Mai 2018 - Beitrag von Alois Schmitz
 
 
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